GE(ht’s noch)MA

Neuster Blödsinn, bzw. neuerer Blödsinn ist ja diese GEMA-Nummer (2. Quelle).
Die GEMA ist ja bereits in der Vergangenheit mit einer gewissen Unverträglichkeit mit den Möglichkeiten des #Neulandes und den großverdienenden Club- und Barbetreibern aufgefallen. Daneben werden ihre Geschäftspraktiken auch regelmäßig kritisch bewertet.

Wie auch in diesem Spiegel-Artikel zu lesen wird aktuell über die Frage gestritten, inwieweit das Einbetten eines Videos als Vervielfältigung des Linkinhaltes gewertet werden kann.
Da das Wesentliche bereits in den Artikeln gesagt wurde, bzw. leicht im Netz zu finden ist, nur ein kurzes Statement meinerseits:
Das Einfügen eines Links ist mit einem offenen Fenster vergleichbar. D.h. ich biete meinen Lesern, die vermutlich zum Großteil ohnehin nur aus meinen Freunden bestehen dürften, einen Pfad zu weiteren Informationsquellen, ohne deren Inhalt physikalisch auf meine Seite, resp. den Blogsportserver zu übernehmen.
Das Einbetten eines Videos geschieht, indem mir ein Code zur Verfügung gestellt wird, der in etwa (habe einen kleinen Teil weg gelassen) wie folgt aussieht:

iframe width=“560″ height=“315″ src=“//www.youtube.com/embed/00bwg4BRY7I“ frameborder=“0″ allowfullscreen>

Wie wir relativ klar erkennen können, befindet sich MITTEN in diesem Code ein Link. Alleine hierfür müsste man keine Miss Marple sein, um einen Zusammenhang herzustellen.
Der Betreiber der Videoplattform stellt mir

    seinen

Code, der in einer anerkannten, gängigen Programmiersprache verfasst wurde, damit mein Blogbetreiber überhaupt etwas damit anfangen kann, zur Verfügung, um darin einen Link von sich, in diesem Falle ein Video, zu abzubilden. Dabei verbleibt der Inhalt auf dem Server des Plattformbetreibers. D.h. schaut man sich nachfolgende Videos an, geht irgendwo bei Youtube eine Festplatte an und stellt den Inhalt bereit.
Zu vergleichen ist die Situation, wie oben angedeutet, ganz grob mit einem offenen Fenster, aus dem Musik zu hören oder ein Fernsehbild zu sehen ist. Keiner -außer der GEMA und ggf. der GEZ- würde auf die Idee kommen, mich oder meinen Nachbarn zur Kasse zu bitten, weil ich seine Musik mit höre/seine Sendung mit anschaue, wenn ich an meinem Fenster sitze und seines im Haus gegenüber offen steht.
Weil das zwar hirnrissig, die GEMA aber ein echt gefährlicher Laden ist (so gefährlich wie ein hoch lukratives Wirtschaftsunternehmen nun mal ist), haben einige Menschen sich entschieden eine Petition gegen diesen Blödfug ins Netz zu stellen.

Und weil die einzig richtige Form der Kritik die Aktion ist:

Übrigens wollte ich eigentlich den GEMA-Imagefilm einbinden. Merkwürdigerweise ist der auf keiner Videoplattform aufzufinden und kann von mir leider nur als Link angeboten werden: https://www.gema.de/presse/bildmaterial-audio-video/imagefilm.html

Erfreulicherweise hat die GEMA etwas von der FDP und dekonstruiert sich zusehends selbst mit ihren innovativen Ideen.
Mittlerweile existiert nämlich eine (gar nicht mehr so) kleine Szene von Bands, Studios, Musiker*innen und Menschen die kreativ arbeiten, die einfach nicht mehr mitspielen. Ein schönes Beispiel das man auch trotzdem Geld damit verdienen kann und nicht auf sein Taschengeld von genannter Gesellschaft angewiesen ist zeigt dieses Imagevideo: